© Stiftung für die Weiterbildung schweizerischer Richterinnen und Richter
STIFTUNG FÜR DIE WEITERBILDUNG SCHWEIZERISCHER RICHTERINNEN UND RICHTER

Publikationen

Schweizerische Strafprozessordnung und Schweizerische

Jugendstrafprozessordnung

SWR/Band 12, Bern 2010, 312 S., Stämpfli Verlag Die neue schweizerische Strafprozessordnung stellt die juristischen Entscheidungsträger vor grosse Herausforderungen. Gewohnte Zuständigkeiten und Verfahrensabläufe ändern sich, neue Regeln sind zu beachten. Vieles ist vorgegeben durch die bereits bestehende Rechtsprechung des Bundesgerichts und des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte. Vieles ist neu. Der Bedarf an Ausbildung ist gross. Verschiedene Autoren aus der Wissenschaft und vor allem auch der Praxis stellen die neuen Normen in Teilbereichen vor, die uns in der nahen Zukunft besonders beschäftigen werden. Gewiss können in einer ersten Phase der Rechtsanwendung nicht alle Probleme geklärt werden. Der vorliegende Tagungsband der Stiftung für die Weiterbildung Schweizerischer Richterinnen und Richter dient aber dazu, neben einer grundsätzlichen Einführung in die neue Materie für offene Fragen zu sensibilisieren und Lösungsvorschläge für anstehende Probleme zu machen. CHF 75.--

Der Richter und sein Bild

SWR/Band 10, Bern 2008, 289 S., Stämpfli Verlag Kontemplationen von Richterinnen und Richtern über ihr eigenes Bild sind relativ neu. Sie sind einerseits zu begrüssen. Es steht auch der dritten Gewalt gut an, sich selbst zu hinterfragen. Qualitätsverbesserungen entsprechen bei den Gerichten einem dringenden Bedürfnis. Solche Gedanken über das eigene Bild sind anderseits aber Ausdruck einer Verunsicherung. Das Verhältnis zwischen der Judikative und den anderen zwei Gewalten ist immer mehr von Spannungen überschattet. Angriffe auf Montesquieus Prinzip der Gewaltenteilung sind leider immer wieder auszumachen. In diesem Zusammenhang ist mit Nachdruck daran festzuhalten, dass in unserem Rechtsstaat die richterliche Unabhängigkeit ein tragendes Prinzip darstellt und dezidiert zu verteidigen ist. Die Beiträge im Tagungsband der Veranstaltung der Stiftung über den "Richter und sein Bild" sollen dazu dienen, die dargelegten Probleme aufzuzeigen und Richterinnen und Richtern zu einem (neuen) Selbstbewusstsein zu verhelfen. CHF 74.--

Revision des Allgemeinen Teils des Strafgesetzbuches

SWR/Band 8, Bern 2007, 219 S., Stämpfli Verlag Die Revision des Allgemeinen Teils des StGB stellt eine echte Herausforderung an die Rechtsanwenderinnen und Rechtsanwender dar. Die Geister scheiden sich darüber, ob das neue Gesetz eine Verbesserung darstellt. In einem Ueberblick über die wichtigsten Fragen führt Prof. Felix Bommer (Luzern) in die Materie ein. Am Schluss konfrontiert uns Prof. Stratenwerth (Basel) mit seinem kritischen Auge mit Unzulänglichkeiten des neuen Gesetzes. Die Beiträge von Annette Dolge, Kantonsrichterin (Schaffhausen), und Benjamin Brägger, Chef des Amtes für Justizvollzug (Neuenburg), dienen dazu, uns die neuen Sanktionen Geldstrafe und gemeinnützige Arbeit näher zu bringen. Marianne Heer, Oberrichterin (Luzern), weist in ihrer Uebersicht auf Schwerpunkte des neuen Massnahmenrechts hin und zeigt auf, welche Fragen in Zukunft die Praxis prägen werden. Zum Schluss sehen sich die Leserinnen und Leser mit den äusserst schwierigen Fragen des Uebergangsrechts konfrontiert, die Prof. Riklin (Fribourg) darstellt. Dieses Werk stellt eine gute Möglichkeit dar, aufgrund eines allgemeinen Vorwissens die Kenntnisse zu vertiefen. CHF --.--

Justiz und Öffentlichkeit - Justice et public

SWR/Band 7, Bern 2006, 258 S., Stämpfli Verlag Die Justiz und ihre Rolle im Spannungsfeld zwischen Informationsbedürfnis, Vertrauensschutz und Persönlichkeitsrechten wird von acht Autoren aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet. Wird die Unabhängigkeit der Justiz durch die Politik und die Medien gefährdet? fragen sich Prof. Dr. Georg Müller und Dr. Marc Thommen. Bundesrichter Dr. Hans Wiprächtiger beschreibt die Erwartungen des Richters an die Medien, und PD Dr. Urs Saxer zeigt im Beitrag 'Justizkommunikation im Rechtsstaat' auf, dass die Justiz in ihrem eigenen Interesse eine aktivere Öffentlichkeitsarbeit anstreben müsse. Wie diese umzusetzen ist, zeigt Dr. Rainer Klopfer in seinen Gedanken zum Stellenwert der Führung in der Justiz. Margrit Sprecher hält der Justiz den Spiegel vor; sie beschreibt unter welchen Bedingungen Gerichtsreporter arbeiten und wie diese zu verbessern wären. Dr. Jean-Paul Rüttimann erläutert die wesentlichen Elemente einer aktiven Kommunikation durch die Gerichte und gibt konkrete Beispiele. Peter Wettler gibt Tipps für die Zusammenarbeit mit Medien, und Markus Felber, ständiger Berichterstatter am Bundesgericht in Lausanne, weist darauf hin, wie wichtig Transparenz für das Vertrauen in die Justiz ist. Als Ergebnis einer Umfrage bei den kantonalen Obergerichteten findet sich im Anhang eine Zusammenstellung sämtlicher Medienrichtlinien. CHF 74.--

Gericht und Expertise – La justice et l’expertise

SWR/Band 6, Bern 2005, 203 S., Stämpfli Verlag Die Autoren der sechs Beiträge zeigen die Voraussetzungen, Möglichkeiten und Schranken des Beizugs von Gutachten im Zivil- und Strafprozess auf. Die Sicht des Zivilrichters stellt Alfred Bühler dar, der insbesondere auch das in der schweizerischen Lehre und Rechtsprechung nur beschränkt angegangene Problem der Honorierung untersucht. Guy Lanfranconi äussert sich zur Sicht des technischen Experten, ergänzt mit dem Hinweis auf die erst seit 2003 bestehende Möglichkeit der Zertifizierung von schweizerischen Gerichtsexperten. Im Beitrag von Alfred Thali geht es um die Schwierigkeiten, mit denen die Beteiligten bei der Begutachtung ausländischer Parteien konfrontiert sind. Gegenstand der Ausführungen von Daphna Tavor bildet insbesondere der Einsatz des Polygraphen ("Lügendetektor") im Rahmen von Glaubhaftigkeitsbegutachtungen. Kritisch zu diesem Einsatz äussert sich Max Steller, der allerdings auch potentielle Anwendungsmöglichkeiten polygraphischer Untersuchungen im forensischen Sektor aufzeigt. Ausgehend von der Gefahren der Verlagerung der Entscheidkompetenzen vom Gericht an Gutachter und Gutachterinnen begründet schliesslich Matthias Brunner eine Reihe von Anforderungen an ein justizförmiges und faires Verfahren bei Beizug eines Gutachters oder eine Gutachterin. CHF 66.--

Rechtshilfe und Vollstreckung (Zivilsachen, Kindesentführungen und

Konkurs) - Entraide judiciaire et exécution forcée (Affaires civiles,

enlèvements d'enfant et faillites)

SWR/Band 5, Bern 2004, 232 S., Stämpfli Verlag Mit zunehmender Internationalisierung von Prozessen gewinnt die Rechtshilfe in Zivil- und Handelssachen stark an Bedeutung. Der Band enthält Beiträge in deutscher und französischer Sprache zu verschiedenen Aspekten dieser Rechtshilfe. Die Beiträge entstanden für Tagungen, die in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Jus-tiz durchgeführt worden sind. Zur Zustellung von gerichtlichen und aussergerichtlichen Urkunden sowie zur rechtshilfeweisen Beweiserhebung (z.B. Einvernahme mittels Videokonferenz) äussern sich Dr. Alexander Markus sowie Dr. Danielle Gauthey Ladner. Dabei wird insbesondere auf die neue Wegleitung des Bundesamtes für Justiz zu den verschiedenen Haager Übereinkommen eingegangen. Alexander Hilfiker erläutert die Möglichkeiten der Internet-Recherche im Rechtshilfeführer und in weiteren Angeboten des Bundesamts für Justiz. Die menschlich vielfach schwierigen Probleme der Kindesentführungen werden behandelt von David Urwyler, Sonja Hauser und Hervé Boéchat. Auf aktuelle Fragen der Anerkennung und Vollstreckung von Zivilurteilen gehen Dr. Samuel Baumgartner und Jean-Marc Wichser ein. Das Thema Vollstreckung von ausländischen Konkurserkenntnissen ist Gegenstand der Beiträge von Prof. Dr. Karl Spühler und von Prof. Dr. Sylvain Marchand. CHF 68.--

Das Kind im Straf- und Zivilprozess - L'enfant dans le procès pénal et

le procès civil:

SWR/Band 4, Bern 2002, 122 S., Stämpfli Verlag Die Anhörung von Kindern gehört mehr und mehr zum Alltag der Gerichte. Eine entsprechende Ausbildung der Richterinnen und Richter ist daher eine Notwendigkeit. Nur eine enge Zusammenarbeit mit Anwälten, Psychologen oder Psychiatern und Sozialarbeitern bringt die erwünschten Resultate. Alle sechs Autoren haben sich einem Aspekt dieser Problematik gewidmet: Zur Interpretation von Worten und Gesten (Prof. Dr. Günther Köhnken, Kiel), Das Kind als Täter (Dr. Christoph Hug, Zürich), Be- fragungstechnik im Scheidungsverfahren (Dr. Christine Baltzer-Bader, Liestal), Kin-derbeistand und Kindervertretung (Birgit Sambeth Glasner, Genf), Die Scheidung durchs Kind erlebt (Dr. Philip D. Jaffé, Genf). Das Glaubhaftigkeitgutachten (Dr. Vera Kling, Basel). CHF 42.--

Gerichtskosten, Parteikosten, Prozesskaution, unentgeltliche

Prozessführung (und Modelle zur Beschränkung ihrer Kosten) - Frais

de justice, frais d'avocats, cautions / sûretés, assistance juridique (et

instruments permettant la limitation des coûts):

SWR/Band 3, Bern 2001, 228 S., Stämpfli Verlag Der Problematik, dass sich auch in der Justiz zunehmend die Frage der Kosten stellt, sind in diesem Band neun Beiträge gewidmet: Martin Sterchi und Dr. Niklaus Oberholzer stellen die Grundsätze der Kostenverlegung im Zivil- und im Strafprozess dar. Insbesondere mit der Frage, ob die Prozessflut und das hartnäckigere Prozessieren auf die Rechtsschutzversicherungen zurückzuführen ist, setzen sich Max Plattner und Jean-Pierre Schmid auseinander. Urs Hodel stellt das Modell der wirkungsorientierten Verwaltungsführung (WOV) und seine Auswirkungen auf die Budgetierung der Kosten der Justiz vor. Abgerundet wird der allgemeine Teil mit dem Beitrag von Prof. Dr. Karl Spühler und Peter Reetz über die Voraussetzungen und die Höhe von Kautionen. Mit der besonderen Problematik der unentgeltlichen Prozessführung befassen sich drei Beiträge: Dr. François Paychère mit den Grundlagen der unentgeltlichen Rechtspflege im internationalen Recht und im Verfassungsrecht sowie die Praktiker Dr. Alfred Bühler mit den Voraussetzungen der unentgeltlichen Prozessführung (Prozessarmut) und David Robert mit den Massnahmen zur Beschränkung der Kosten der unentgeltlichen Prozessführung. In einem letzten Beitrag präsentiert Dr. Christian Schöbi die Ergebnisse einer Umfrage bei den kantonalen Obergerichten zu Fragen der Kosten. CHF 98.--

Das Gerichtsstandsgesetz - La loi sur les fors:

SWR/Band 2, Bern 2001, 216 S., Stämpfli Verlag Im Gerichtsstandsgesetz, das seit 1. Januar 2001 in Kraft ist, geht es darum, das bisher überwiegend in den kantonalen Zivilprozessordnungen geregelte Recht der örtlichen Zuständigkeit auf gesamtschweizerischer Ebene zu vereinheitlichen. Es handelt sich dabei gleichsam um einen «Vorläufer» der geplanten schweizerischen Zivilprozessordnung. Der Band enthält je fünf Beiträge in deutscher und französischer Sprache zu verschiedenen Themen dieses Gesetzes: Zu den allgemeinen Gerichtsstandsvorschriften äussern sich Prof. Dr. Karl Spühler, lic. iur. Peter Reetz und Prof. Dr. Jacques Haldy. Die besonderen Gerichtsstände werden behandelt von Dr. Dominik Vock und Prof. Dr. Fabienne Hohl. Auf die Fragen im Bereiche "Gerichtsstandsgesetz und SchKG" gehen Fürsprecher Dominik Gasser und Dr. Nicolas Jeandin ein. Das Thema "Vorsorgliche Massnahmen nach Gerichtsstandsgesetz" ist Gegenstand der Beiträge von Dr. Marcel Dietrich und Dr. Yves Donzallaz. Dr. Georg Naegeli und Dr. Yves Donzallaz widmen sich in ihren Beiträgen den Rechtsmittelproblemen im Bereiche des Gerichtsstandsgesetzes. CHF 88.--

Der Beweis im Zivilprozess - La preuve dans le procès civil:

SWR/Band 1, Bern 2000 166 S., Stämpfli Verlag Der Band enthält sieben deutsch- und zwei französischsprachige Beiträge zu verschiedenen Aspekten des Beweisrechts im Zivilprozess: Zur Beweislast im allgemeinen (Dr. Hans Schmid) und zum Beweisrecht bei internationalen Privatrechtsstreitigkeiten (Dr. Gaby Nigg). Gleichsam als Vorstufe der Beweisführung wird die Behauptungs- und Substanzierungslast behandelt (Dr. Jürgen Brönnimann). Zwei Beiträge sind dem Beweismass gewidmet: dem Beweismass bei Endentscheiden (Prof. Dr. Fabienne Hohl) und dem Glaubhaftmachen (Dr. Christoph Leuenberger). Im weiteren werden Massnahmen zum Schutz von Geheimhaltungsinteressen bei der Beweisführung aufgezeigt (Prof. Dr. Jacques Haldy), die Grundsätze der Beweiswürdigung dargestellt (Dr. Alfred Bühler) und auf die Besonderheiten von Behauptungslast und Beweiswürdigung in hochtechnischen Zusammenhängen hingewiesen (Prof. Dr. Karl Spühler). Schliesslich erfolgt unter dem Gesichtspunkt des verfassungsmässigen Rechts auf Beweis eine kritische Würdigung von Rechtsprechung und Lehre zum Beweis (Dr. Sabine Kofmel Ehrenzeller). Die Stiftung für die Weiterbildung schweizerischer Richterinnen und Richter wird in Zukunft in lockerer Folge geeignete Tagungsbeiträge in dieser neuen Reihe publizieren. CHF --.--  
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